Arbeitsmedizin

 

Was ist Arbeitsmedizin?


Die Arbeitsmedizin befasst sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Arbeit und Beruf einerseits sowie dem Menschen, seiner Gesundheit und seinen Krankheiten andererseits (WHO).


Mittels moderner naturwissenschaftlich fundierter Methoden werden die geistigen und körperlichen Reaktionen des Menschen auf Arbeit und Arbeitsumwelt erforscht.


Die Ziele der Arbeitsmedizin liegen in der Förderung und Aufrechterhaltung des geistigen, sozialen und körperlichen Wohlbefinden des Arbeitnehmers in seinem Beruf, der Zuführung des einzelnen Arbeitnehmers zu einer Beschäftigung, die seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten entspricht, dem Schutz des Arbeitnehmers vor gesundheitlichen Gefahren durch seine Tätigkeit, der möglichst frühzeitigen Erkennung und sachkundigen Beratung berufsbedingter Erkrankungen, um diese einer fachgerechten Behandlung zuzuführen.


Die rechtliche Verantwortung für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz liegt beim Arbeitgeber, der bei der Erfüllung dieser Aufgabe sowohl berufsgenossenschaftliche als auch staatliche Vorschriften zu beachten hat. So bewegen sich die Durchführung, die Organisation und die Verantwortlichkeit für arbeitsmedizinische Vorsorge in einer Wechselbeziehung zwischen Unternehmer, Arzt, Berufsgenossenschaft, Mitarbeiter und staatlichen Stellen.

 

Was ist vorgeschrieben?


Europaweite Mindestvorschriften sind im Arbeitsschutzgesetz von 1996 festgeschrieben. Es überträgt dem Arbeitgeber zwar die Verantwortung, lässt ihm aber gleichzeitig viel Freiraum für individuelle Arbeitsschutzmaßnahmen bei speziellen betrieblichen Situationen.


Nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) hat der Arbeitgeber Betriebsärzte zu bestellen, die ihn beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung beraten und unterstützen.


Zur Ausübung der Tätigkeit als Betriebsarzt ist nicht jeder Arzt berechtigt. Zugelassen sind nur „Fachärzte für Arbeitsmedizin“ oder Ärzte, die über die Zusatzqualifikation „Betriebsmedizin“ verfügen.


Als Richtlinien für die Untersuchung der Mitarbeiter dienen die so genannten berufsgenossenschaftlichen Grundsätze („G-Untersuchungen“; G20, G37 etc.).


Erfahren Sie hier mehr über die Aufgaben der Betriebsärzte.

Unsere Leistungen im Überblick


Wir untersuchen

- die Arbeitnehmer und beurteilen ihre gesundheitliche Eignung im Hinblick auf die Anforderungen des Arbeitsplatzes


Wir prüfen

- ob und welche Ursachen für arbeitsbedingte Erkrankungen oder Unfälle bestehen

- ob an Arbeitsplätzen gesundheitsgefährdende Arbeitsumwelteinflüsse vorliegen

- ob Arbeitsplätze ergonomisch angepasst sind


Wir helfen

- bei der Aufklärung über Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz

- bei der Beseitigung von gesundheitsgefährdenden Mängeln am Arbeitsplatz

- bei der Durchführung von Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsmaßnahmen


Wir beraten

- bei der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen, sozialen und sanitären Einrichtungen

- bei der Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung neuer Verfahren und Arbeitsstoffe

- bei der Auswahl und Erprobung von persönlichen Schutzausrüstungen

- bei der Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb

- beim Einsatz von chronisch Kranken, Schwerbehinderten und bei der Wiedereingliederung von Unfallverletzten

- bei Suchtproblematik

- bei Impfberatung und -durchführung vor beruflichen Auslandsaufenthalten


Wir leisten

alle Untersuchungen und Aufgaben nach §3AsiG und auch nach anderen Rechtsnormen, z.B. Untersuchungen nach

- den Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen

- dem Arbeitsschutzgesetz

- der Fahrerlaubnisverordnung einschließlich psycho-funktionaler Leistungstests

- dem Jugendarbeitsschutzgesetz

- der Strahlenschutz- und Röntgenverordnung